Unter einem grünen Blätterdach feierte die Auferstehungskirche an Christi Himmelfahrt ihren Waldgottesdienst an der Kapelle oberhalb von Furth. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher machten sich am Vormittag auf den Weg hinauf in den Wald und wurden mit einem Gottesdienst belohnt, der den Himmel auf besondere Weise erfahrbar machte.
Passend zum Fest stand die Frage im Mittelpunkt: Wo ist eigentlich der Himmel? Zwischen Vogelgesang, Sonnenlicht und dem leisen Rauschen der Bäume wurde spürbar: Der Himmel ist nicht nur ein ferner Ort über uns, sondern eine Wirklichkeit, die Menschen miteinander verbindet. Kirche entstand an diesem Tag mitten in der Schöpfung - ohne Mauern, aber mit offenen Herzen.
Der Posaunenchor begleitete den Gottesdienst musikalisch und ließ seine Klänge weit über die Lichtung hinaus tragen. Viele blieben anschließend noch zum Kirchenkaffee, genossen Gespräche, Gemeinschaft und die besondere Atmosphäre im Wald. So wurde der Vormittag zu einem lebendigen Fest der Begegnung unter freiem Himmel und machte Lust auf mehr ungewöhnliche Gottesdienste.
Deshalb lädt die Auferstehungskirche bereits zum nächsten „ver-rückten“ Gottesdienst ein: Am 12. Juli wird vor dem Kirchengemeindeamt der Auftakt zum Sommerfest „Tierisch viel Segen“ gefeiert (Bernsteinstraße 72., Altdorf). Auch tierische Gäste sind willkommen – vorausgesetzt, sie sind verträglich und posaunenchor-erprobt. Ein Gottesdienst für Groß und Klein, für Zwei- und Vierbeiner, der erneut zeigen möchte: Kirche kann überraschend, fröhlich und mitten im Leben sein.