Heilig Abend ganz anders als sonst

Schon lange war klar, dass in diesem Jahr an Heilig Abend nicht wie sonst fünf voll besetzte Gottesdienste in der Auferstehungskirche und im Haus der Begegnung werden stattfinden können. Was aber dann? Heilig Abend auf dem Kirchhof. Aber wie? Anita Polachowski hatte die Idee, einen Stall vor der Kirche zu errichten und ihn mit einer Krippe auszustatten. Schnell fand sich im Kirchenvorstand eine „Stall-AG“ zusammen, die das Vorhaben plante. Eine glückliche Fügung war, dass ganz genau passende Krippenfiguren erworben werden konnten. Mit großem Einsatz und viel Freude bei der Arbeit konnte dann am vierten Adventswochenende der Stall errichtet werden.

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Mit viel Liebe und unschlagbarer Kreativität gestalteten die Mesnersleute den Kirchhof an Heilig Abend.

In einem Zeitrahmen von vier Stunden kamen zahlreiche Familien, Paare oder Einzelpersonen vorbei und erlebten kurze Andachten, musikalische Darbietungen oder zündeten in der Kirche eine Kerze an. Befüllte Lichttüten konnten mit nach Hause genommen werden, die alles enthielten, was man für eine Andacht zu Hause benötigt. Die Kinder nutzten gerne die Einladung, ihre Puppe in die Krippe zu legen und ein Foto davon mit nach Hause zu nehmen. Manch einer brachte auch seine ganze Armada an Kuscheltieren mit.

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Auch für das Haus der Begegnung, in dem normalerweise Heilig Abend der Zwergerlgottesdienst stattfindet, hat sich der Kirchenvorstand etwas überlegt. Über 40 Kinder mit ihren Eltern und Großeltern kamen an Heilig Abend zwischen 15 und 16 Uhr auf den Vorplatz. Maja Bürkle hatte sich zusammen mit einem Team verschiedene Stationen ausgedacht, die frei besucht werden konnten. An jeder gab es für die Kinder kleine Aufgaben: ein Fenster mit ausgeschnittenen Sternen dekorieren, versteckte Tiere auf einem, von der Künstlerin Nina Schwab extra gemalten Bild suchen, Musik machen oder die Weihnachtsgeschichte im Kamishibai-Theater erleben.
Bei der letzten Station konnten die Kinder das Jesuskind als das größte Geschenk an Weihnachten in die Krippe legen und eine Wunderkerze anzünden. Das hat den Kindern besonders gut gefallen! Es kamen zahlreiche positive Rückmeldungen, die Zwergerlweihnacht am Haus der Begegnung als auch den Heilig Abend an der Auferstehungskirche anders als sonst erlebt zu haben. Es ist eine interessante Erfahrung, wenn aus der Not heraus andere gute Ideen geboren werden.