Ehrung

Bildrechte: beim Autor

Am 1. Advent wurde in einem festlichen Gottesdienst Herr Peter Horsche, Mitglied in unserem Posaunenchor und Leiter des Bezirksposaunenchors, für 60 Jahre Bläserdienst geehrt. Dies ist Anlass, einmal genauer nachzufragen.

Sehr geehrter Herr Horsche, wann und bei wem haben Sie eigentlich das Posaunespielen gelernt?
Peter Horsche: Zum 14. Geburtstag brachte mir mein Kurrendeleiter in Eisenach, der auch gleichzeitig Lei ter des Posaunenchores war, eine Posaune mit und gab mir im Anschluss an die Kurrendefeier gleich die erste Unterrichtsstunde.

Hat es Ihnen von Anfang an Spaß gemacht?
Peter Horsche: Das Posauneblasen auf jeden Fall. Es war ja mein Wunsch, im Anschluß an die Kurrende in den Posaunenchor zu wechseln. Allerdings hat das „Üben“ am Anfang weniger Spaß gemacht.

Wie ging es dann weiter?
Peter Horsche: Nachdem Herr Hoffmann eine Gabe bei mir entdeckte, schickte er mich nach einem halben Jahr zu einem Posaunisten des Landestheaters in Eisenach. Der Posaunenchor bezahlte mir das erste Jahr die wöchentlichen Stunden. Als im zweiten Jahr die Bezahlung durch den Posaunenchor halbiert und im dritten Jahr eingestellt wurde, gab mir der Posaunenlehrer dennoch dankenswerterweise die volle Stundenzahl weiter. Als ich in Berlin während meiner Armeezeit ein weiteres Jahr Privatunterricht hatte, konnte ich darauf aufbauend schließlich mein Hochschulstudium absolvieren und meine „Arbeit“ in einem Berufsorchester ausüben. Als Dank für die kostenfreie Ausbildung im Posaunenchor bildete ich Jahrzehnte lang auch Jungbläser ehrenamtlich aus und leitete Fortbildungen in diesem Bereich.

Haben Sie ein Lieblingsstück?
Peter Horsche: Das ist der Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, davon der dritte Vers „Gloria sei dir gesungen“ von Johann-Sebastian Bach, meinem geliebten Heimatkomponisten.

Kann man auch noch in höherem Alter ein Blasinstrument erlernen?
Peter Horsche: Auf jeden Fall! In meinem Heimatposaunenchor begann ein Bläser im Alter von 50 Jahren.

Was bedeutet Ihnen diese Ehrung?
Peter Horsche: Das war eine große Anerkennung für die Jahre, welche ich den Posaunenchordienst tun durfte. Der Rahmen dieser Ehrung war sehr passend und hat mich sichtlich berührt, wenngleich ich mit einem solchen Maß nicht gerechnet habe. Dass ich in diesem Gottesdienst auch noch selber spielen durfte, war für mich eine ganz besondere Freude.